maischön GmbH

Modernes Ausbildungssystem für Friseure & MaiMentor

Im Good Practice-Beispiel erhalten Sie Einblicke in die maischön-Ausbildung, die 2017 mit dem Staatspreis „Beste Lehrbetriebe – Fit for Future“ ausgezeichnet wurde. Das Video zeigt das Online-Ausbildungstool MaiMentor, das andere Friseurbetriebe bei der Ausbildung ihrer Lehrlinge unterstützen soll.

 

mäischön setzt in der Friseurausbildung auf offene, kreative Lernmethoden und gibt viel Raum zur persönlichen Entwicklung. Die Ausbilder sind Lernbegleiter, sie unterstützen die Lehrlinge, eigenverantwortlich, in ihrem eigenen Tempo zu lernen. Jedem Lehrling steht während der gesamten Lehrzeit ein persönlicher Ausbildungscoach zur Seite.

 

Der Potenzialtag: Ein Tag pro Woche steht ganz im Zeichen der Lehrlinge

Hier haben die Lehrlinge Zeit, zu lernen, zu üben und sich gegenseitig auszutauschen. Der Tag gliedert sich in das Lernbüro und den Lernsalon.

 

Theorie im Lernbüro

Nach einem kurzen Entspannungsritual und einem Impulsvortrag der Ausbildungsleiterin wählen die Lehrlinge das Thema, mit dem sie sich am Vormittag beschäftigen möchten. Das Lernbüro besteht aus insgesamt 12 Modulen. Diese stehen auch beim MaiMentor-Ausbildungstool mit Anleitungen, Videos und Checklisten zur Verfügung. Das fachliche Know-how wird anhand verschiedener Aufgabenstellungen und Experimente trainiert. Die eingesetzten Lernmethoden sollen alle Sinneskanäle ansprechen, damit jeder Lehrling die Inhalte visuell, auditiv und auch kinästhetisch lernen kann. Alle Lehrlinge arbeiten an unterschiedlichen Aufgaben mit verschiedenen Materialien, darüber hinaus gibt es auch Gruppenarbeiten, Diskussionen, Rollenspiele etc.

 

Praxis im Lernsalon

Nach dem gemeinsamen Mittagessen geht es weiter mit dem Lernsalon, dem Kernstück des Tages. Hier arbeiten die Lehrlinge an Modellen zu den verschiedenen Themen der 12 Module. Jeder Lehrling hat die Freiheit, sich die Aufgaben selbst einzuteilen. Manche Lehrlinge arbeiten am Nachmittag an einem Modell, manche schaffen bis zu drei Modelle. Wer mehr Zeit am Übungskopf braucht, kann die Zeit auch dafür nutzen. Der Potenzialtag endet mit einer gemeinsamen Reflexion des Tages.

„Am Potentialtag wird mir nie langweilig, immer gibt es eine neue Aufgabe, die ich selbst erarbeiten kann. Das ist ganz anders als in der Berufsschule. Vieles, was ich bei den Potentialtagen gelernt habe, kommt in der Schule erst viel später dran.“
Elisa, Lehrling bei maischön

Mit der Wochenaufgabe werden die Lerninhalte in der Praxis gefestigt.

Jeder Lehrling erhält am Potenzialtag eine Wochenaufgabe, an der im Salon weiter geübt wird. Die erledigte Wochenaufgaben wird mit dem Ausbildungscoach und beim nächsten Potenzialtag mit der Ausbildungsleiterin besprochen. So lernen die Auszubildenden, sich selbst und ihre Arbeit zu reflektieren.

 

Jedes Modul wird mit einer Prüfung abgeschlossen.

Die Prüfungen im Lernbüro (Theorie) sind kompetenzorientiert aufgebaut und sehr praxisbezogen. Die Prüfungen im Lernsalon (Praxis) beinhalten fast immer das Bedienen eines Kunden. Dabei wird nicht nur die eigentliche handwerkliche Leistung beurteilt, sondern auch der Umgang mit dem Kunden. Ein wichtiges Kriterium ist, ob alle Bereiche aus dem hausinternen „Servicecycle“ durchgeführt werden. Für jede bestandene Prüfung erhält der Lehrling ein Zertifikat. Die bestandene Prüfung bescheinigt, dass der Lehrling diese Arbeiten an echten Kunden ausführen darf.

 

Das Onlinetool Trello unterstützt die Kommunikation zwischen Ausbildungsleiterin, Ausbildungscoachs und Fachkräften.

Es nutzt wenig, wenn am Potenzialtag intensiv gelernt wird, das Wissen aber nicht in die Praxis transferiert wird. In Trello werden die Termine des Potenzialtages, Mitteilungen, Prüfungstermine usw. festgehalten. Ziel ist es, dass die Ausbildungscoaches am Wochenbeginn informiert sind, was die Lehrlinge am Potenzialtag gelernt haben, welche Wochenaufgabe sie übernommen haben und durch welche Schritte sie die Lehrlinge in der Woche unterstützen können.

So funktioniert es in der Praxis:

Der Lehrling lernt am Potenzialtag zum Beispiel eine Strähnentechnik. Diese Fertigkeit trainiert er im Lernbüro (Theorie) sowie auch im Lernsalon (Praxis). Dazu macht er über mehrere Wochen Übungen am Übungskopf und arbeitet an lebenden Modellen. In dieser Zeit unterstützt der Ausbildungscoach den Lehrling auch unter der Woche im Salon. Nach intensivem Üben legt der Lehrling eine Prüfung ab –im Lernbüro (Theorie) und im Lernsalon (Praxis). Nun darf der Lehrling am Kunden arbeitet, hier ist der Ausbildungscoach gefordert und muss im Salon unterstützen, dass der Lehrling für diese Arbeiten am Kunden eingeteilt wird und ein Auge darauf haben, ob alles gut klappt.

„Trauen Sie sich, Ihren Lehrlingen mehr Freiheiten im Lernprozess zu geben und offene, kreative Lernmethoden einzusetzen. Sie werden überrascht sein, welche Motivation die jungen Fachkräfte entfalten werden.“
Ausbildungsleiterin Birgit Nöckl

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